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Reaktionen auf Dieselfahrverbote

Nach dem Erlass von Diesel-Fahrverboten für Köln und Bonn warnen beide Städte vor Einschränkungen für Menschen und Wirtschaft. Die Fahrverbote gelten ab April 2019 und sollen in Köln im September 2019 noch einmal verschärft werden.


Die Stadt Bonn spricht von einem harten Schlag für die Bevölkerung und den Wirtschaftsstandort. Der "worst case" sei eingetroffen. Aus dem Kölner Rathaus hieß es: Die Gesundheit der Menschen sei der Stadt enorm wichtig, aber: Fahreinschränkungen dürften die Stadt und den Wirtschaftsstandort Köln nicht zum Erliegen bringen.

Unterstützung erhalten beide Städte unter anderem vom ADAC. Der hält die Diesel-Fahrverbote für Köln und Bonn für unangemessen. Es könne nicht sein, dass Verbraucher jahrelang an der Nase herumgeführt würden und dann die Versäumnisse von Industrie und Politik ausbaden müssten.

In Köln sind ab April 2019 zunächst alle Diesel-Fahrzeuge der Abgasklasse Euro-4 oder älter betroffen. Sie dürfen dann nicht mehr in die Innenstadt und andere Stadtteile fahren. Ab September 2019 wird das Fahrverbot dann auch für Euro-5-Diesel gelten. In Bonn sind nur zwei Straßenabschnitte betroffen.

Das Land NRW hat inzwischen angekündigt, in Berufung gegen das Urteil zu gehen. Bei der Verhandlung hatte der Richter klar gemacht, dass er den Grad der Luftverschmutzung für inakzeptabel hält. Die EU-Grenzwerte würden seit 2010 gelten und würden seitdem auch gerissen.


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