Kino / Portraits

Wie ein surrealer Traum

Alden Ehrenreich ist der neue Han Solo in "Solo: A Star Wars Story" (Start: 24. Mai)

Han Solo ist eine Legende im "Star Wars"-Universum. In vier Filmen verkörperte Harrison Ford den schlitzohrigen Schmuggler. Nun kommt mit "Solo: A Star Wars Story" (Start: 24. Mai) ein Film in die Kinos, der sich ganz auf den charmanten Piloten des Millennium Falken konzentriert. Alden Ehrenreich (28) hat die nicht ganz leichte Aufgabe übernommen, Han Solo ein (neues) Gesicht zu geben und die Geschichte vor der Geschichte zu erzählen. Ein Gespräch über die Erfüllung eines Kindheitstraums und ein Mittagessen mit Harrison Ford.

teleschau: Wie war Ihre erste Reaktion, als Sie erfuhren, dass Sie Han Solo spielen dürfen?

Alden Ehrenreich: Ich bin durchgedreht! Ich saß gerade an der Postproduktion für einen Kurzfilm und weiß noch, dass ich viel geflucht habe. Um meine Freude auszudrücken.

teleschau: Das klingt verwirrend ...

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Ehrenreich: Ja, ich habe ziemlich oft "holy cow" gesagt. Allerdings müssen Sie "cow" nun durch ein nicht so hübsches Wort ersetzen (lacht).

teleschau: Waren Sie schon immer "Star Wars"-Fan?

Ehrenreich: Auf jeden Fall! Schon als kleines Kind habe ich so getan, als wäre ich Han. Daher war mein erstes Vorsprechen im Millennium Falken ein echtes Erlebnis! Es war total surreal, da ich mich wieder wie ein kleiner Junge gefühlt habe, der so tut, als wäre er Han. Der ganze Film ist wie ein wahr gewordener, surrealer Traum.

teleschau: Sollten Sie einen ganz neuen Charakter erschaffen oder sich vor allem am von Harrison Ford verkörperten Han Solo orientieren?

Ehrenreich: Ich denke, Han Solo ist nun eine Kombination aus beidem geworden. Man trifft ihn jetzt zu einer ganz anderen Zeit seines Lebens. Da möchte man ihm natürlich auch einen ganz eigenen Charakter einhauchen. Aber natürlich muss er auch eine Verbindung zu dem Han haben, den der Zuschauer bereits kennt. Die Drehbuchautoren Jonathan und Lawrence Kasdan haben hier einen wirklich guten Job gemacht.

teleschau: Wie viel Alden steckt denn in Han?

Ehrenreich: Ich glaube vor allem, dass nun mehr Han in Alden steckt. Er ist einfach deutlich dreister, als ich es bin. Davon habe ich mir vielleicht ein wenig abgeguckt (lacht).

teleschau: Und wie fühlt es sich an, nun solch einer Leinwandlegende seinen ganz eigenen Stempel aufdrücken zu können?

Ehrenreich: Am Anfang war es schon echt schräg, darüber nachzudenken. Ich habe versucht, ihn nicht auf dem Sockel zu sehen, auf dem er nun einmal für viele steht. Sondern seinen Charakter und seine Motive für die Dinge, die er tut, zu verstehen.

teleschau: Kritiker würden nun behaupten, Han Solo habe eigentlich keine besondere Hintergrundgeschichte ...

Ehrenreich: Das würde ich nicht so sagen. Denn das Spannende an "Solo" ist ja, dass es sich eigentlich um das Biopic eines fiktiven Charakters handelt. Man erfährt nun so einiges über Han und sein Leben.

teleschau: Sie trafen auch einmal Harrison Ford - wie war das?

Ehrenreich: Ja, ich traf ihn einmal zum Mittagessen. Das war echt aufschlussreich.

teleschau: Inwiefern?

Ehrenreich: Er war sehr hilfreich dabei, meinen Weg zu Han zu finden. Viel mehr kann ich dazu leider nicht sagen, ohne zu viel vorwegzunehmen. Aber wir sprachen auch viel über ihn und seine fantastische Karriere als Filmstar.

teleschau: Hat dieses Gespräch den Druck auf Sie erhöht?

Ehrenreich: Ich denke, den Segen von ihm erhalten zu haben, dass es okay ist, Han quasi neu aufzulegen, hat mir sehr geholfen. Das hat mir sehr viel Selbstbewusstsein für die Rolle gegeben.

teleschau: Wen außer Han mögen Sie denn noch besonders im "Star Wars"-Universum?

Ehrenreich: Yoda!

teleschau: Warum gerade ihn?

Ehrenreich: Ich mag seine Weisheit und seinen Humor. Es ist toll, wie Yoda die größten philosophischen Ansätze in kurze und prägnante Aussagen packt. Das gefällt mir sehr.

teleschau: Alden Ehrenreich - ein Rebell? Oder würde er hinter dem Imperium stehen?

Ehrenreich: Oh, schwierig. Tendenziell eher ein Rebell, wobei ich sagen muss, dass es mir vor allem darauf ankommt, dass ich mein Leben so leben kann, wie ich das möchte.

teleschau: Es gibt nun auch neue Han-Solo-Actionfiguren - wie schräg war es für Sie, sich selbst in Miniaturform in Händen zu halten?

Ehrenreich: Es war in der Tat echt etwas seltsam. Aber ich freue mich vor allem auf die ganzen Halloween-Kostüme. Das wird bestimmt toll, wenn sich viele Kinder als Han verkleiden, und ich mich dann in klein wiedererkenne!

Sarah Schindler

Quelle: "teleschau - der mediendienst"

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