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Experten: Tihange verstößt gegen Sicherheitsmaßstäbe

Der Reaktor Tihange 2 hätte - so wie es jetzt ist - nicht gebaut werden dürfen. Zu diesem Schluss ist jetzt ein Experten-Netzwerk gekommen. Deswegen müsse der Reaktor vorerst stillgelegt werden.


Tihange 2 verletzt international anerkannte Sicherheitsmaßstäbe, sagen die Experten, die aktuell zu einer Tagung in Aachen zusammen gekommen sind. Der Reaktordruckbehälter von Tihange 2 weist Tausende Risse auf. Deren Herkunft könne nicht eindeutig geklärt werden.

Der Druckbehälter dürfe auf keinen Fall kaputt gehen, so die Experten, es gebe keine Sicherheitssysteme, die das auffangen könnten. Deswegen habe die Qualität des Stahls und des Materials oberste Priorität. Dieses Prinzip sei bei Tihange 2 offensichtlich verletzt worden. Die belgische Atomaufsicht sagt dagegen: Tihange ist sicher.

Tihange liegt etwa 80 Kilometer vom Kreis Euskirchen entfernt. In der Region gibt es organisierten Widerstand gegen das Kraftwerk. Daran beteiligt sich auch der Kreis Eusirchen.


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