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Fußball Deutschland verliert in Berlin gegen Brasilien 0:1

Trainer Joachim Löw bleibt gelassen und zieht seine Kenntnisse aus dem Spiel gegen die Brasilianer.


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Warnung ja, Sorgen nein. Das 0:1 gegen Brasilien und die erste Niederlage nach 22 Spielen veranlassen Joachim Löw nicht, seine generelle Linie für das Unternehmen WM-Titelverteidigung zu verändern.

"Mir bereitet kaum etwas große Sorgen. Weil ich weiß, dass die Mannschaft zu etwas ganz anderem fähig ist. Jede Mannschaft hat mal so einen Tag, an dem es nicht läuft. Ich weiß, was wir können und welche Mentalität wir haben", erklärte der Bundestrainer, bevor er seine Weltmeisterschafts-Kandidaten für den Saisonendspurt mit ihren Vereinen entließ.

Fast vier Jahre nach dem 1:7 im Jahrhundertspiel im WM-Halbfinale hat ein runderneuertes brasilianisches Team in Berlin nicht nur demonstriert, dass der Rekordweltmeister ab 14. Juni in Russland die erfolgreiche Jagd auf den sechsten Titel zuzutrauen ist. Die Südamerikaner erdeten auch den amtierenden Champion Deutschland, der erstmals seit dem EM-Sommer 2016 wieder ein Spiel verlor.

"Es war ein guter Weckruf zur rechten Zeit. Man sieht, dass wir noch einiges verbessern müssen, wenn wir den Titel verteidigen wollen", bemerkte Mittelfeldspieler Julian Draxler. Der Fußballprofi von Paris Saint-Germain sieht allerdings wie Löw keine Grund zur Besorgnis: "Ich sehe nicht schwarz Richtung WM."

Allerdings wurde vor 72 717 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion auch deutlich: In der Nationalmannschaft gibt es derzeit durchaus noch größere Niveauunterschiede zwischen den Topspielern um Thomas Müller oder Mesut Özil und nachdrängenden Confed-Cup-Siegern um Leon Goretzka oder Marvin Plattenhardt.

"Wenn wir mit unserer ersten Elf spielen, können wir Brasilien absolut Paroli bieten, wenn nicht sogar mehr", sagte der erfahrene Stürmer Mario Gomez. Weltmeister Toni Kroos zeigte sich nach der Partie dennoch über das Auftreten von Zweite-Reihe-Akteuren wie Leroy Sané enttäuscht: "Wenn man die Möglichkeit hat in so einem Spiel, dann kann man hier und da schon eine andere Körpersprache erwarten."

Mit seinen gleich sieben Umstellungen gegenüber dem 1:1 gegen Spanien nahm Löw die Abstriche im eigenen Spiel von Beginn weg in Kauf. "Es gab bewusst ein paar Wechsel. Wir wussten, dass es nicht leicht sein würde, dass die Automatismen greifen. Unser Spiel ist nicht so rund gelaufen wie normalerweise", sagte der Bundestrainer. Was ihn dabei allerdings ärgerte: "Wir haben den Gegner in der ersten Halbzeit mit einer Reihe von Ballverlusten stark gemacht. Unsere Körpersprache, die Dominanz und Sicherheit waren nicht gut."
Real-Madrid-Star Kroos wollte sich gar nicht lange damit aufhalten, was die Niederlage nun bedeutet. "Es ist eigentlich völlig wurscht, wo wir stehen", betonte der gebürtige Greifswalder: "Aber es ist definitiv nicht so, dass wir dieser absolute Favorit sind, der nach Russland fährt. Aber das war vorher Quatsch, das ist jetzt Quatsch. Jetzt sehen es vielleicht ein paar mehr so."


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