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Tödliches Autorennen wird ab Montag neu verhandelt

Der Fall hatte 2015 bundesweit für Schlagzeilen gesorgt: bei einem illegalen Autorennen in Köln war eine Radfahrerin getötet worden. Ab Montag wird der Fall am Kölner Landgericht noch mal neu aufgerollt.


Die Staatsanwaltschaft war nach dem ersten Urteil in Revision gegangen. Der Bundesgerichtshof hatte das Urteil daraufhin aufgehoben.

Ein unschuldiger Mensch war gestorben. Das Kölner Landgericht hatte die beiden Raser trotzdem nur zu Bewährungsstrafen verurteilt. Das konnten in der Bevölkerung viele nicht begreifen. Der Bundesgerichtshof warf den Richtern deswegen vor, das allgemeine Rechtsempfinden nicht berücksichtigt und zu lasch geurteilt zu haben. Deswegen wird der Fall noch mal neu verhandelt.

Ein erster Termin Ende letzten Jahres war gescheitert, weil ein Schöffe möglicherweise befangen war. Am Montag startet also der zweite Anlauf.

Inzwischen sind die Gesetze verschärft worden: Gibt es bei illegalen Autorennen Verletzte oder Tote, müssen die Verursacher mit bis zu zehn Jahren Haft rechnen.


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